Die Richtige Hängematte finden?

Sie haben Ihren Garten so eingerichtet, wie Sie es immer wollten? Der Rasen strahlt in saftigem Grün, die Blumen gedeihen prächtig und die Gartenlaube ist auch endlich fertig? Dann haben Sie es sich verdient, Ihr persönliches Stück Natur entspannt zu genießen. Das geht am besten, wenn man mit einem Getränk in der Hand in einer Hängematte liegt. Wie Sie diese aufstellen und was dabei genau zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Die Wahl des passenden Materials

Natürlich können Sie sich eine klassische Hängematte aus Baumwolle in den Garten hängen. Doch so weich und freundlich für die (besonders im Sommer) nackte Haut Baumwolle auch ist, hält sie den Kräften der Natur schlecht stand. Hängt sie permanent im Freien, lässt die UV-Strahlung der Sonne das Material auf Dauer brüchig werden und lässt die Farben ausbleichen. Regenwasser lässt sie zudem allmählich vermodern, wenn man sie nicht nach Gebrauch an einen sicheren Ort bringt. Wollen Sie sich diese Mühe ersparen, empfehlen sich wetterfestere Materialien: Nylon („Fallschirmseide“) hält nicht nur den Witterungen stand, weil es schnell wieder trocknet, sondern ist zudem aufgrund seiner hohen Elastizität sehr belastbar. Allerdings muss man hierbei Abstriche in der Bequemlichkeit hinnehmen. Möchte man Wetterfestigkeit und angenehmes Liegen kombinieren, sind Sie mit einer Matte aus Polyester besser beraten. Polyester ist nur leider nicht ganz so reißfest wie Nylon. Wenn Sie nach wie vor nicht gänzlich auf den Liegekomfort von Baumwolle verzichten wollen, bieten sich Misch-Materialien an, bei denen Baumwolle mit Kunstfasern verwoben wurde (z.B. aus Polyester oder Polypropylen). Diese sind sowohl bequem als auch wetterbeständig. Dafür sind sie nicht so atmungsaktiv wie reine Baumwolle und fühlen sich bei warmen Temperaturen etwas nach Plastik an. Hat für Sie dagegen eine kühle Belüftung beim Liegen Priorität, sollten Sie zu einer Netzhängematte greifen: Deren Gewebe lässt viel Luft an Ihren Körper und ist besonders im Hochsommer sehr angenehm. Nur Vorsicht, wenn Sie sich der Netzhängematte mit scharfen oder spitzen Gegenständen nähern, denn sie reißt relativ leicht ein. Dazu kann schon ein scharfkantiger Hosenknopf oder Ähnliches ausreichen. Falls Sie Kinder oder Katzen regelmäßig in Ihrem Garten spielen lassen, könnte deren Erkundungsdrang ebenfalls eine Gefahr für Ihre Netzhängematte darstellen.

Standort und Befestigungsart wollen gut gewählt sein

Bekanntermaßen muss die Hängematte zwischen zwei Baumstämme, Stangen oder Ähnliches gespannt werden. Prüfen Sie zuvor unbedingt, ob die Halterungen auch geeignet, das heißt fest genug sind, um die Hängematte mitsamt einer Person darin tragen zu können. (Vorsicht bei noch jungen, dünnen Bäumen!) Natürlich müssen die Halterungen auch den passenden Abstand voneinander haben, damit die Matte straff genug, aber auch nicht zu straff hängt. Der passende Abstand hängt selbstverständlich von der Länge der Matte ab und kann zwischen etwa drei bis zehn Metern variieren.

Haben Sie einen passenden Ort gefunden, geht es daran, die Matte fachmännisch aufzuhängen. Am Kopf- und Fußende der Hängematte ist jeweils ein Karabinerhaken angebracht. An jedem dieser Karabiner wird wiederum je ein Seil bzw. ein Aufhängegurt befestigt, womit die Hängematte mit beiden Enden zwischen den beiden Halterungen aufgehängt wird. Sie können dann die Seile oder Gurte einfach um die Halterungen binden und festzurren. Falls Sie die Matte mit Hilfe von Seilen an Bäumen befestigen möchten, bedenken Sie bitte, dass Seile an der Rinde scheuern und sichtbare Schäden hinterlassen können. Das ist nicht nur schlecht für den Baum, sondern führt auch langsam aber sicher dazu, dass die Seile ihren Halt verlieren und immer weiter den Stamm hinunterrutschen. Statt Seilen sollten Sie darum besser die oben erwähnten Aufhängegurte („Hammock straps“) verwenden. Die schonen nicht nur den Baum, sondern sind auch noch einfacher zu handhaben.

Falls Sie in Ihrem Garten über keine geeignete Halterungen verfügen oder sich diese nicht an der Stelle befinden, an der Sie es sich später gemütlich machen wollen, gibt es noch die Möglichkeit eines Hängemattengestells. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion (meist aus Holz oder Metall), die Sie an jeder beliebigen Stelle aufbauen können. Das Gestell verfügt über zwei aufragende Enden, zwischen die Sie die Matte hängen können. Besonders praktisch: Sie können das Gestell jederzeit nach dem Sonnenstand ausrichten, wenn es Ihnen gerade passt. Die Nachteile dieser Aufhängungsart sind allerdings, dass das Gestell höhere Kosten durch seinen Kauf verursacht und man es erst einmal aufbauen muss. Und auch hier gilt natürlich, dass die Größe des Gestells zu der der Hängematte passen muss, warum, sollte klar sein.

Passendes Zubehör für angenehmes Liegevergnügen

Da dieser Artikel für Ihre gemütliche Hängematte im heimischen Garten gedacht ist und nicht als Survival-Anleitung bei einer Dschungelexpedition in den Amazonas, gehen wir hier nicht näher auf Zubehör wie ein Tarp (eine Art hängende Zeltplane über der Hängematte als Wind- und Regenschutz) oder auf Methoden zur Warmhaltung wie Einschubfächer für Isomatten oder sogenannte „Hammock-Warmer“ ein, da bei schlechtem Wetter normalerweise das eigene Haus als Zuflucht nicht weit ist. Was aber an einem entspannten Sommertag hilfreich sein kann ist ein Moskitonetz. Das können Sie einfach über Ihre Hängematte spannen. So können Sie die Sonne genießen, ohne ständig von blutsaugenden Besuchern belästigt zu werden.

Als Tipp zum Abschluss geben wir allen frisch Verliebten unter Ihnen mit, dass es auch Hängematten gibt, die für zwei Personen Platz bieten

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